Klappentext
Aus dem dichten Dschungel stolpert ein Mann in ein kleines Missionsdorf am Amazonas – von Wunden und Narben übersät, mit herausgeschnittener Zunge und blankem Terror in den Augen – und stirbt innerhalb weniger Stunden. Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen CIA-Agenten, der Mitglied einer vier Jahre zuvor verschollenen Expedition zur Erforschung unbekannter Heilmittel gewesen war. Was seine Vorgesetzten in Washington verstört: Der Agent war einarmig – die Leiche auf dem Foto hat jedoch zwei Arme.Ein zweites Expeditionsteam, bestehend aus hochkarätigen Wissenschaftlern und Elitekämpfern des Militärs, soll herausfinden, was damals im Dschungel geschah. Sie wissen nicht, was sie erwartet …
Meine Meinung
Die Handlung fängt langsam an. Es kommen viele Beschreibungen des Dschungels und des Lebens der Indianer, wenn auch in einigen Action-Szenen verpackt. Neben den vielen Informationen über Amazonasgebiet ist man trotzdem gespannt, weil gleich zu Anfang etwas außerordentlich seltsames geschieht und der Leser mit Fragen beworfen wird, auf die er gerne Antworten hätte. Im ersten Augenblick denkt man an die Mafia und Drogenkartelle, da solche Bilder wir alle zu genügen aus dem Fernsehen und einschlägige Filme kennen. Doch ein Detail sticht ins Auge und stellt alles auf eine andere Ebene, die meine Wissensbegierde geweckt hat - der Mann ist völler Wucherungen und Tumore, die sich in kürzester Zeit gebildet haben.
Im Laufe der Handlung begleitet man die zweite Expedition, die den Spuren der ersten Expidiotion folgt um herauszufinden, was geschehen ist. Dabei sind Pharmakonzerne, CIA und brasilianische Regierung involviert. Und natürlich muss ein Mordkommando hinterhergeschickt werden, die die Expedition sabotieren und töten soll. Viele Standarterscheinungen eines Thrillers. Mit der Zeit, wenn man tiefer und tiefer in den Dschungel geführt wird, merkt man, dass hinter der einfachen Katz und Maus Spiel der Expeditionsteilnehmer und der Verfolgergruppe noch weit mehr steckt, als man anfangs denkt. Die ersten Anzeichen treffen schon, wenn man über die Ergebnisse der Untersuchung des Leichnams (Der der nachgewachsenen Arm bekommen hat) in Kenntnis gesetzt wird. Und bekräftigt durch seltsame Mutantenwesen, die die Gruppe angreifen. Am Ende, als ich die ganze Idee des Romans begriffen habe und die Antworten auf die vielen Fragen gegeben waren, muss ich gestehen, dass meine Nackenhaare aufgestellt haben. Zwischen den ganzen vielen und blutigen Kämpfen trat eine sehr makabre Entwicklung der Natur deren Ursprünge in ferner Vergangenheit reichten.
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Ich war von Anfang bis zum Ende in Spannung gehalten. Allerdings waren einige Stellen etwas zu blutig dargestellt. Vor allem die Kopfschrumpfungsmethode der indianischen Hexe rief Abscheu in mich hervor. Ein sehr spannendes und realistisches Roman.
Meine Wertung: 5 / 5 Sterne