Mittwoch, 1. September 2010

James Rollins - Operation Amazonas

Klappentext

Aus dem dichten Dschungel stolpert ein Mann in ein kleines Missionsdorf am Amazonas – von Wunden und Narben übersät, mit herausgeschnittener Zunge und blankem Terror in den Augen – und stirbt innerhalb weniger Stunden. Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen CIA-Agenten, der Mitglied einer vier Jahre zuvor verschollenen Expedition zur Erforschung unbekannter Heilmittel gewesen war. Was seine Vorgesetzten in Washington verstört: Der Agent war einarmig – die Leiche auf dem Foto hat jedoch zwei Arme.Ein zweites Expeditionsteam, bestehend aus hochkarätigen Wissenschaftlern und Elitekämpfern des Militärs, soll herausfinden, was damals im Dschungel geschah. Sie wissen nicht, was sie erwartet …

Meine Meinung

Die Handlung fängt langsam an. Es kommen viele Beschreibungen des Dschungels und des Lebens der Indianer, wenn auch in einigen Action-Szenen verpackt. Neben den vielen Informationen über Amazonasgebiet ist man trotzdem gespannt, weil gleich zu Anfang etwas außerordentlich seltsames geschieht und der Leser mit Fragen beworfen wird, auf die er gerne Antworten hätte. Im ersten Augenblick denkt man an die Mafia und Drogenkartelle, da solche Bilder wir alle zu genügen aus dem Fernsehen und einschlägige Filme kennen. Doch ein Detail sticht ins Auge und stellt alles auf eine andere Ebene, die meine Wissensbegierde geweckt hat - der Mann ist völler Wucherungen und Tumore, die sich in kürzester Zeit gebildet haben. 

Im Laufe der Handlung begleitet man die zweite Expedition, die den Spuren der ersten Expidiotion folgt um herauszufinden, was geschehen ist. Dabei sind Pharmakonzerne, CIA und brasilianische Regierung involviert. Und natürlich muss ein Mordkommando hinterhergeschickt werden, die die Expedition sabotieren und töten soll. Viele Standarterscheinungen eines Thrillers. Mit der Zeit, wenn man tiefer und tiefer in den Dschungel geführt wird, merkt man, dass hinter der einfachen Katz und Maus Spiel der Expeditionsteilnehmer und der Verfolgergruppe noch weit mehr steckt, als man anfangs denkt. Die ersten Anzeichen treffen schon, wenn man über die Ergebnisse der Untersuchung des Leichnams (Der der nachgewachsenen Arm bekommen hat) in Kenntnis gesetzt wird. Und bekräftigt durch seltsame Mutantenwesen, die die Gruppe angreifen. Am Ende, als ich die ganze Idee des Romans begriffen habe und die Antworten auf die vielen Fragen gegeben waren, muss ich gestehen, dass meine Nackenhaare aufgestellt haben. Zwischen den ganzen vielen und blutigen Kämpfen trat eine sehr makabre Entwicklung der Natur deren Ursprünge in ferner Vergangenheit reichten. 

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Ich war von Anfang bis zum Ende in Spannung gehalten. Allerdings waren einige Stellen etwas zu blutig dargestellt. Vor allem die Kopfschrumpfungsmethode der indianischen Hexe rief Abscheu in mich hervor. Ein sehr spannendes und realistisches Roman.

Meine Wertung: 5 / 5 Sterne 

Sonntag, 29. August 2010

Aussicht auf September

Bücher auf meiner Leseliste:

 
  •  Sebastian Fitzek - Splitter
  • Alastair Reynolds - Das Haus der Sonnen
  • Iain Banks - Die Sphären  
 
Meine Wünschliste:

  • Kristof Magnusson - Das war ich nicht
  • Andreas Eschbach - Der Nobelpreis
  • Christian Moerk - Eminenza
  • Raymond Khoury - Immortalis
  • Bernd Steinhard - Impact
  • Tom R. Smith - Kind 44
  • Dmitry Glukhovski - Metro 2033 / Metro 2034 

Montag, 23. August 2010

Michael McCollum - Die Segel von Tau-Ceti

Der Roman von Michael McCollum beschäftigt sich mit dem Thema des Erstkontakts der Menschen mit Außerirdischen Wesen. Die Phelaner - so nennt der Autor das außerirdische Volk - fliegen ins Solsystem, um eine Zuflucht zu finden, weil ihr Heimatstern explodiert ist. Doch wie stellen die Phelaner es an, dass die Menschen so viele "Seelen" unterbringen und ernähren werden und sie nicht abstoßen? Das ist eine Problematik, die auch auf die Menschen zutreffen würde, wenn diese eine andere Welt zum Leben suchen muss und dort eine fremde Rasse entdecken würde. Wir alle wissen ja, wie eigennützig wir Menschen sein können. Die Außerirdischen haben einen Vorteil: Durch die in den Weltall ausgesandten Radio und anderen Sendungen haben die Phelaner die Menschen sehr gut kennen gelernt, wohingegen die Menschheit keine Ahnung von den Phelanern hat.  

Ein sehr spannender Roman, wenn Stellenweise etwas zu langatmig. Vor allem der erster Teil, wo es darum geht, einen Schiff zu bauen um die anfliegendes Außerirdischenschiff abzufangen. Aber die Problematik des Erstkontakts ist klar und kritisch dargestellt. Hier merkt man auch, dass der Autor in Weltraumtechnik gearbeitet hat, wie genau und nüchtern er alle Weltalloperationen und Möglichkeiten beschreibt. Die Technik ist realistisch und genau beschrieben. Mir hat auch gefallen, dass der Autor auf die interplanetare Zusammenhänge aufzeigt, wenn die Menschen sich innerhalb des Sonnensystems auf mehreren Planeten besiedelt hätten.



Die Phelaner wissen, dass die Menschheit Probleme damit haben wird, sie bei sich aufzunehmen. Daher haben sie einen knallharten Plan ausgedacht, der im Verlaufe des Romans dem Leser Stück für Stück offenbart wird. Und man merkt auch wie ausgeklügelt der Plan ist. Darin wird auch eine Marsianerin eingespannt, die gegen ihren Willen für die Phelaner arbeiten muss. Eine sehr spannende und gefühlsvolle Zwickmühle zwischen Pflicht und Verrat. Man muss auch dem dargestelltem politischen Standpunkt der Menschen voll zustimmen, der sich erstmal gegen die Phelaner einstellt. Und auch die prognostizierter Reaktion der breiten Masse ist sehr treffen beschrieben. Die Führungspersonen marschieren da auf Messerschneide, wenn sie die wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens treffen.  

Insgesamt ein sehr empfehlenswerter Roman.

Meine Wertung: 5 / 5 Sterne

Dienstag, 10. August 2010

Greg Bear - Blutmusik


Klappentext

Der Biochemiker Vergil Ulam ist ein Genie seines Fachs und maßlos ehrgeizig. Sein Ziel ist die Herstellung »intelligenter« Zellen. Doch als ihm die Firmenleitung seine Experimente verbietet, fasst er einen fatalen Entschluss: Er testet die Zellkulturen an sich selbst. Und ändert damit den Lauf der menschlichen Evolution …

Meine Meinung:

Der Anfang ist ziemlich theoretisch. Auf mehreren Seiten werden die physikalische Grundlagen für die Grundidee des Buches ziemlich trocken dargelegt und für einen normalen Leser etwas schwierig nachzuvollziehen. Das ganze wird allerdings ein wenig davon "versüßt", dass die politischen Winkelzüge im privaten Labor, wo Vergil seine Experimente heimlich durchführt, und Vergils Versuche, sein Experiment letztendlich zu erhalten, sehr spannend sind. Sicherlich wird es sehr schnell klar, worum es bei dem ganzen geht, nur die technischen Hintergedanken und Plausibilität bleiben mir ehrlich gesagt verschlossen. Nichtsdestotrotz bekam ich Gänsehaut auf dem Rücken, als es Vergil die von ihm entwickelte Zellen sich selbst injeziert und die Folgen davon in einer kühlen Erzählweise geschildert werden, als wäre es ein Zeitungsartikel. Und das macht den Roman so unheimlich gut, wie er eine globale Katastrophe in das Bewusstsein des Lesers projeziert und diesen auf Grund auf erschüttert.

Aus dem Vorwort von Charles Stross erfuhr ich, dass das Thema der Nanotechnologie in diesem Roman als erstes behandelt worden ist. Und ich muss sagen, dass die Folgen, die Greg Bier in seinem Roman schildert, die Gefahren einer Intelligenz auf Nanoebene sehr treffend beschreibt. Nämlich, wie so etwas unseres gesamtes Volk so vernichten kann, wie wir es kennen. Dabei sind die Figuren im Roman authentisch dargestellt, angefangen mit dem übergeschnaptem Wissenschaftler und Geldgierigen Industriellen. Dabei schiesst besonderes die Wandlung eines bestechlichen und egoistischen Professors für molekulare Biologie zu einem reuvollen Menschen, der sich selbst zum Wohl der Menschheit als Versuchskaninchen zur Verfügung stellt.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich die in die Länge geratenen Beschreibung der Umwandlung der Städte mehr oder weniger übersprungen habe, weil sie so fantastisch zu lang und wiederholend geworden sind. Dabei springt der Autor zwischen drei Figuren hin und her, die von der allgemeinen Katastrophe verschont sind und das Geschehen für den Leser beobachten. Zwar versucht der Autor, diese Figuren gut darzustellen, eine Bindung zu ihnen konnte ich nicht herstellen.

Insgesamt fand ich das Buch sehr spannend, realistisch und für alle Fälle empfehlenswert.

Meine Wertung:   5 / 5 Sterne


Huhu, ihr da!

Hallöchen,

mit diesem Blog möchte ich ganz gerne über Bücher schreiben, die ich gekauft, ertauscht und gelesen habe bzw. lesen will. Das sind vorwiegend Bücher aus dem Science Fiction Bereich. Allerdings, da mein Leseinteresse auf andere Genres verlagert, werden hier auch andere Themen auftauchen. Schwerpunkt werden unter Anderem die Rezensionen sein, die ich über die gelesene Bücher schreibe.

So, das sollte für die Erstvorstellung dieses Blogs ausreichen ;)